Last time

Heute ist vielleicht die letzte Gelegenheit, die ‚Stones‘ live zu sehen. Ich verzichte, auch wenn ich etwas verpasse sollte. Ich habe schon so vieles verpasst. Aber ich stimme mit ihnen in ihr ‚Last time‘ ein und beende diesen Blog.

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Entscheide bei Vollmond

Sammelsurium IX

Salat ist aussen gesünder

Eine neue Studie aus Spanien bringt Erstaunliches zum Vorschein: Die äusseren Salatblätter sind doppelt so reichhaltig an Vitaminen wie die inneren. Bisher hat man das Gegenteil angenommen. Nun versucht das Landwirtschaftliche Institut der Universität Zürich Salate zu züchten, die nur noch innere Blätter haben.

Oppositionsstreik

Vorschlag an die Opposition in der Türkei: In den Streik treten, das heisst, Parlament etc. verlassen!

Alte Notiz

Ich habe beim ‚Grümpeln‘ eine alte Notiz bei mir gefunden: Wenn die Welt untergeht, wird die Zürich Versicherung noch neue Prämienmodelle eröffnen und die Credit-Suisse einen Tresor vermieten, der auch schwarze Löcher übersteht.

Keine Entscheide an Vollmond

Eine Untersuchen am Soziologischen Institut der Hamburger Uni zeigt, dass Leute mit Entscheidungen, die sie bei Vollmond getroffen haben, weniger zufrieden sind als mit Entscheidungen, die von ihnen an anderen Tagen getroffen wurden. Wobei die Zufriedenheit mit Entscheidungen an Vollmonden zunimmt, je näher der nächste Vollmond rückt.

Schreibbüro Toni Saller, b-schreiben.ch , tonisaller@hotmail.com

Beliebt

Youtube ist beliebt auf Twitter, diese Nachricht bekam ich auf mein iPhone. Das ist beruhigend zu wissen, sicher, es verbindet mich mit der Welt und dem sie umschliessenden Vakuum.

Ich versuche manchmal, Twitter Meldungen zu lesen. Keine Chance, sie zu verstehen. Die Bestehen nur aus Abkürzungen, Querverweisen, Insiderslang und anderen Hashtags. Der vor 30 Jahren ausgestorbene Telexstil war direkt ausufernde Prosa dagegen, Stop.

Der endgültige Beweis, dass es nur noch um Klicks geht: Youtube verweist auf Twitter, dort ist ein Hashtag auf einen Twitter Beitrag, der die beliebteste Facebook Newcomers listet, allen voran ein Beitrag über Youtube, der die globalsten Twitter Accounts kommentiert und sehr beliebt ist auf Twitter.

Das Gefühl ist nicht neu, Mani Matter beschreibt es genial in seinem Song ‚Är isch vom Amt ufbotte gsy‘, über das Verirren in den endlosen Gängen eines Amthauses.

Aber über so etwas hier zu schreiben ist natürlich absurd, es ist den Teufel mit dem Beelzebub austreiben zu wollen.

Schreibbüro Toni Saller, b-schreiben.ch , tonisaller@hotmail.com

Mein Zwingli

So der Titel des aktuellen UZH Magazins der Universität Zürich. Leute sprechen über ihren Zwingli, 500 Jahre Reformation sind Anlass genug.

Ich habe meinen Zwingli 1998 in einem Krimi erledigt. Ich liess darin seine moderne Inkarnation Rudolph Sprüngli ermorden und hoffte, ihn damit aus meinem Kopf zu kriegen. Es hätte auch Werner H. Spross mit seiner pingeligen (gemäss Duden erlaubt) Arbeitsmoral treffen können.

Und nun, beim Lesen der 150-Jahre Jubiläumsschrift der Bank Leu von 1905 muss ich erkennen, dass für den puritanisch kapitalistischen Charakter des Zürchers gar nicht Zwingli, sondern Locarneser Glaubensflüchtlinge verantwortlich sind, die im 17.Jahrhundert nach Zürich einwanderten. Erst mit ihnen kam Sparsamkeit, Bescheidenheit und damit der wirtschaftliche Aufschwung, der den Kapitalüberschuss produzierte, um zum Bespiel die Zinskommission Leu mit dem Auftrag ins Leben rufen zu müssen, für das überschüssige Geld Anlagen im Ausland zu suchen.  Sorry Zwingli!

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Doktor Seltsam – oder wie ich lernte den Ausstieg zu lieben

Den Ausstieg aus der Atomtechnologie könnten wir auch als Beitrag zur Terrorprävention begreifen. Und zwar einen besseren wie das neue Nachrichtengesetz, das mit dem Argument verkauft wurde, mögliche Anschläge verhindern zu können. Es ist nämlich nur eine Frage der Zeit, bis terroristische Anschläge auch auf Atomkraftwerke geplant werden. Die finale Bombe liegt schon vor Ort!

Bei Atombomben und Atomtechnologie denke ich immer an Stanley Kubricks Film ‚Dr. Strangelove – oder wie ich lernte die Bombe zu lieben (1964)‘. Wer diesen Film gesehen hat, kann doch nicht mehr für Atomtechnologie sein, so bilde ich mir ein. Und ich plädiere dafür, dass bei jeder Neukonstitution eines Parlamentes oder einer Regierung auf diesem Planeten nicht eine Vereidigung, sondern das gemeinsame Schauen dieses Meisterwerkes stattzufinden hat. Der Ausstieg aus jeglicher Atomtechnologie wäre das erste Traktandum des Gremiums!

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Sammelsurium VIII

Da geben sie Warnungen aus, bei der Hitze draussen keinen Sport zu treiben, organisieren aber gleichzeitig Triathlons und Gigathlons.

‚Lesson learned‘ nach der Einführung des Videobeweises beim Confederations Cup: Wieso nicht wie im Tennis? Jede Mannschaft hat das Recht auf drei Challenges pro Spiel!

Der Kampf gegen die Finanzderivate ist vergleichbar dem von Luther gegen den Ablasshandel. Derivate und Ablassbriefe sind beides Lügenpapiere, die nur dazu da sind, Umsatz ohne irgendeinen volkswirtschaftlichen Nutzen zu generieren.

Wobei die Ablassbriefe noch den Nutzen haben konnten, einem Eingeschüchterten ab und zu etwas seelischen Frieden zu vermitteln.

Outsourcing, Outsourcing: Wieso werden eigentlich nicht einmal Management Funktionen, ja ganze Verwaltungsräte outsourced? Oder auch ganze Regierungen? Eine neue Applikation erlaubt es nämlich, ein Land wie zum Beispiel die Schweiz, sagen wir von Madrid aus zu administrieren, günstig und zuverlässig.

Letzthin kam eine ausführliche Dokumentation über den Fall und die Geschichte O.J. Simpsons. Wer posierte da zusammen mit dem kurz darauf zum Doppelmörder gewordenen Film- und Footballstar? Natürlich: Donald Trump!

Wie kann das ein Geschäft sein: Die CS legt einen guten Teil ihres Geldes in UBS Aktien an, die UBS einen schönen Teil in CS Aktien?

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Sammelsurium VII

Ich nehme das Gehacke um die Fernsehrechte an der Championsleague zum Anlass, zukünftig Zeit zu sparen. Der Verzicht am Dienstag im Schweizer TV ist gleichzeitig Psychopflege. In meinen schlimmsten Alpträumen sitze ich nämlich im Burghölzli und Pfleger wie Rainer Salzgeber und Sascha Rufer versuchen, mich mit ihrer sportlichen Vernunft zu beruhigen.

Gibt es noch keine Bewegung, Twitter zu boykottieren?

Anstelle der existierenden Nationen sollte man neue Staaten gründen. Staaten, die ein bestimmtes Lebensmodell anbieten, zum Beispiel einen, der gleiches Einkommen für alle garantiert, einen für die direkte Demokratie und wiederum andere voll kapitalistisch. Die jetzigen Bürger würden dann gezwungen, sich einen solchen Staat als ihre neue Heimat zu wählen.

Gute Nachrichten aus Bern: Alle Versuche der Stadt, die Raben zu vertreiben, sind fehlgeschlagen. Fazit der Beauftragten für die Vertreibung: Die Raben sind zu schlau.

Ich vermute stark, dass ‚Der grosse Polt‘ dereinst eine Bedeutung für unseren Kulturkreis erlangen wird, nur vergleichbar einem Lao Tse oder Konfuzius für den fernen Osten: Eine tägliche Inspiration und Quelle der Erleuchtung auf dem dunklen Pfad des Lebens.

Da ich in Sachen Durchbruch höchstens noch einen Magendurchbruch erwarten kann, wechsle ich vielleicht doch noch einmal den Beruf: Abfalldesigner zum Beispiel klingt doch gut.

Eine Studie zeigt: Sage und schreibe 90% aller Statistiken sind ungenau und falsch.

Schreibbüro Toni Saller, b-schreiben.ch , tonisaller@hotmail.com